November 2008

Herzstück vieler Maschinen

Nordholzer Firma stellt Hydraulikblöcke her

 

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Nordholz (chb). Der blitzende Metallklotz, der wie ein Käse durchlöchert ist, sieht unscheinbar aus. Und doch bildet er ein Kernstück vieler Maschinen. Denn es handelt sich dabei um einen so genannten Hydraulikblock. Mehrere tausend Stück im Jahr davon fertigt die Firma Drebelow und Jahn Hydraulik aus Nordholz und verkauft sie weltweit. Die Firma feierte jetzt ihr 40-jähriges Bestehen.

 

„Wie viele der Blöcke wir ganz genau herstellen, habe ich nie gezählt“, sagt Geschäftsführer Aage Drebelow. Es gibt die Blöcke in verschiedenen Metallen und Größen – je nach Einsatzart. Zu finden sind sie im Schiffbau, in Windrädern zur Einstellung der Flügel sowie in Containerbrücken und Van- Carriern. „Eben überall, wo etwas Hydraulisches eingesetzt wird“, erzählt Drebelow. Das bisher größte in Nordholz gefertigte Bauteil wog 700 Kilogramm und wurde nach Chile verkauft, wo es in einer Maschine in einer Kupfermine zum Einsatz kam.

 

Dem Rohmaterial auf dem Gelände der Firma sieht man seinen späteren Einsatzzweck nicht an. 25 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, daraus die Hydraulikblöcke herzustellen.

 

Das Material wird zurechtgesägt, gefräst und dann in eine CNC-Maschine gespannt. Diese bohrt auf Grundlage eines Computer-Programms, das für jedes Bauteil angefertigt wird, die Löcher und Gewinde in den Block, in die bei der späteren Verwendung die Ventile für das Hydrauliköl gesetzt werden. Einige Blöcke müssen auch per Hand bearbeitet werden, wenn zum Beispiel schräge Löcher gebohrt werden müssen. Nach dem Bohren wird das Bauteil noch entgratet, geschliffen und poliert. Dann kann es verpackt und verschickt werden.

 

Kunden von Drebelow und Jahn Hydraulik sind Firmen, die die Blöcke in ihren Maschinen verwenden. Für Stammkunden produziert die Nordholzer Firma auf Lager, ansonsten auf Anforderung. Dabei gibt es einen 24-Stunden-Service. Im vergangenen Jahr hatte die Firma einen Umsatz von drei Millionen Euro.

 

Angefangen hat alles im Jahr 1968, als Ewald Jahn und Peter Drebelow die Firma „Drebelow und Jahn, Aggregatebau“ gründeten. Ab 1970 spezialisierten sie sich auf Hydraulik- und Steuerblöcke. 1987 trat Aage Drebelow in die Firma ein, die 1990 im Gewerbegebiet eine neue Halle baute. Seit 2004 ist der heute 41-jährige Aage Drebelow der einzige Inhaber, nachdem sein Vater in Rente gegangen ist und Ewald Jahn ausbezahlt wurde. Nach mehreren Erweiterungen hat die Fertigungshalle jetzt eine Fläche von 1000 Quadratmetern.

 

Text und Foto: SONNTAGSJOURNAL, chb

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