Januar 2009

In Nordholz gefertigt, weltweit eingesetzt

Firma Drebelow und Jahn stellt Steuerblöcke her

 

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Nordholz (thm). Wenn sich am Containerterminal in Bremerhaven die großen Arme der Be- und Entladestationen bewegen, bei VW in Brasilien große Metallpressen in Betrieb sind oder in Amerika ein Frachter seine Luke öffnet, immer sind auch Steuerblöcke aus Nordholz im Einsatz. Selbst wenn die australische Marine den Meeresgrund nach Minen absucht, kann sie auf Spezialprodukte aus Nordholz nicht verzichten. Zusätzlich brauchen weltweit Windkraftanlagen hydraulische Steuerblöcke aus Nordholz, um die Flügelstellung dem Wind anzupassen. Gefertigt werden die "Herzen der Hydrauliksysteme" bei der Firma Drebelow und Jahn Hydraulik in der Peilstelle.

 

Das Rohmaterial ist Automatenstahl oder Aluminium, das aus Gießereien in England, Dänemark oder aus Siegen in Westfalen kommt. Die Stränge sind rund drei Meter lang und 28 Zentimeter im Quadrat stark. In Stücke gesägt und auf Fertigmaß gefräst, werden dann verschieden große Löcher mit einer computergesteuerten Werkzeugmaschine gebohrt.

 

Anschließend werden die Bohrlöcher entgratet und das Werkstück konserviert. "Wir arbeiten mit einer Genauigkeit von einem Hundertstel Millimeter", sagt Firmenchef Aage Drebelow voller Stolz.

 

An die Steuerblöcke werden später die Hydraulikschläuche angeschlossen. Der Block muss im Betrieb einen Druck von 250 bar aushalten.

 

Bei der Firma Drebelow und Jahn Hydraulik sind Programme für 5000 verschiedene Steuerblöcke in Größen bis zu 700 Kilogramm Gewicht pro Stück vorhanden. Der Kontakt zu den Kunden läuft über das Telefon oder E-Mails. Die 25 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende, sind meist Maschinenbaumechaniker. Im Oktober hatte die Nordholzer Firma ihr 40-jähriges Betriebsjubiläum, das mit einem schönen Fest gefeiert wurde.

 

Die gefertigten Steuerblöcke aus Nordholz werden ein- bis zweimal in der Woche in alle Welt exportiert und steuern Schrottpressen in St. Petersburg und die hydraulische Federung im Rettungswagen.

 

Text und Foto: NORDSEE-ZEITUNG, Manfred Theßmann

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